Gebete zum Entfachen des Feuers am Morgen und zum Zudecken des Feuers, bevor man zu Bett geht. Ende des 19. Jh. von den schottischen Inseln.

Am Morgen
Ich entfache mein Feuer heute morgen Im Angesicht der heiligen Engel des Himmels Im Angesicht Ariels, von lieblichster Gestalt Im Angesicht Uriels, von tausendfachem Zauber Ich entfache mein Feuer heute morgen Ohne Groll, ohne Eifersucht, ohne Neid Ohne Furcht, ohne Angst vor irgendeinem unter der Sonne Denn des heiligen Sohnes Gottes Schutz ist auf mir Gott, entfache Du in meinem innersten Herzen Eine Flamme der Liebe zu meinem Nächsten Zu meinem Feind, zu meinem Freund Zu all meinen Verwandten Zu den Tapferen, zu den Törichten, zu den Gebundenen Oh, Sohn der lieblichsten Maria, Liebe für alle, von dem Geringsten, das lebt Bis zu dem Namen, der über allen steht Am Abend Ich decke das Feuer zu Wie der Sohn der Maria es täte Gesegnet sei das Haus, gesegnet das Feuer Gesegnet seien alle Menschen Wer sind die, die dort niederknien? Johannes und Petrus und Paulus An wen richtet sich das heutige Nachtgebet? An die milde, holde Maria und ihren Sohn Der Mund Gottes sprach, der Engel Gottes redete Ein Engel steht an der Schwelle des Hauses Uns alle zu hüten und zu bewahren Bis das Licht des morgigen Tages kommt Oh, mögen die Engel des Heiligen Gottes Mich umringen diese ganze Nacht Oh, mögen die Engel des Gesalbten Gottes Mich abschirmen vor Unheil und Bösem; Oh, schirmt mich ab vor allem Bösen in dieser Nacht.
freie Übersetzung aus: Alexander Carmichael, Carmina Gadelica, 5. Auflag 2006, Edinbourgh, S.93 (Nr 82) und S. 95f /Nr 86)

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