
I ha hüt dr zwöit Teil vo dr Gschicht vom Brendan chli überarbeitet. U da het sich mir wider einisch d Frag gstellt, wie viu me darf u söll verzelle u wie viu me gschider nid seit.
Konkret geit es um die Szene, wo dr heilig Brendan und sini Begleiter uf irer Reis übere Atlantik ds Mitts im wiite Ozean e Felse entdecke, wo e Maa druffe isch. Wo si de mit irem Schiffli härefahre, stellt sich use, dä Ma uf däm Felse, das isch dr Judas, dä wo Jesus verrate het. Dr Judas erklärt de, dass er dert uf däm Felse hie u da cha ‘Urloub’ mache vo de Höllequale, wone schüsch Tag u Nacht plage. De, so verzeuts d Gschicht vom Brendan witer, erschiine plötzlech Dämone, wo em Judas nid emau uf däm troschtlose Felse d Rueh gönne und ne ou dert no wei cho piesacke. Dr Brendan aber vertribt de die Dämone wider, wiu er Mitleid het mit em Judas.
I ha feschtgstellt, dass i i dr Chinderwuche denn uf d Dämone verzichtet u ds Mitleid vom Brendan so verzellt ha, dass är em Judas heig Nahrigsmittu zur Sterchig da glah. Hüt hani die Szene wieder mit de Dämone ergänzt.
Mau abgseh vo dr zimlech phantastische Vorstellig, dass dr Judas ufeme Felse im Ozean chli Ferie vo dr Höll het, blibe d Frage nach Höll u Höllestrafe, Dämone u Ustribige doch bis hüt irgendwie widerständig im Ruum stah. Es si Theme, wo historisch vo Angschtmacherei, Machtmissbruuch u Lieblosigkeite nume so strotze. U gliich si si immer no da, mängisch underschwellig, mängisch aus lutte Vorwurf a die chrischtlechi Tradition u nach wie vor, i gloube das söttme nid underschetze, ou aus Düttigsmüglechkeit für Vorkommnis, wome sich schüsch nid cha erkläre…
Aber eigentlech hani mi entschide, die Szene mit em Judas uf sire Insle nid eifach ds striiche, wiu si churz ds grosse Härz vom Brendan illuschtriert. Es Härz so gross, dass sogar dr Judas, dr schlimmscht vo aune Sünder, es Plätzli drinne fingt.
Isch das die richtegi Entscheidig?
Hie no dr ganz Usschnitt, wiener vorläufig und no nid fertig i dr Erzähl-Gschicht ufgfüehrt isch. Isch e chli mutz u nid würklech usgschaffet, wius ei (1) Begäbeheit isch vo viune andere, woni imene ‘Zitraffer’, im Sinn vo ‘Das isch de ouno gsi’ uffüehre.
Amene andere Tag hei si zmitts uf em Meer wiit e wäg e chliine Felse gseh, wosi e Mönsch druffe entdeckt hei. U wo si zueche si, hei si mit dere Person afa rede u de, o Wunder, usegfunde, dass dä Maa da uf däm Felse ds mitts im Meer dr Judas isch. Dr Judas, dä wo Jesus verrate het! Dr schlimmscht vo aune Sünder, dr Bösischt vo aune Böse.
Was är da machi, hei si ne gfragt. Und är het erklärt: ‘Mängisch darfi us dr Höll hie häre cho, um mi chli usdsrueie vo de Höllequale, woni schüsch muess liide, wiu i sone böse Mönsch bi gsi.’ Da touche zwe Dämone us dr Höll uf und wei dr Judas ou uf sire Rueheinsle no cho plaage. Dr Brendan aber setzt sich für e Judas ii u jagt die unheimleche Wäse zrügg dert häre, wo si här si cho. Dr Brendan het drum es grosse Härz gha. Sogar dä Bösischt vo aune Böse het dert es Plätzli gfunde. U drum het dr Brendan nid wölle, dass dr Judas ouno uf sire Ruehinsle plaaget wird. U bevor dr Brenden mit sine Lüt witergsäglet isch, het er em Judas vo dr Verpflegig vom Schiff gäh, dermit er sich ouno chli chönn sterche.

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