
Hüt, bim erneute Düreluege u Überarbeite vo verschidene Texte, isch mir ufgfalle, dass es scho öppis wiene rote Fade git, wo meh oder minger i aune mine Texte irgendwie ds finde isch. Es het mi ehrlech gseit erstuunt, wiu i eigentlech dervo usgah – oder usggange bi – dass i mi i mim Dänke u Schribe i de letschte 20 Jahr doch entwicklet heig. I hoffe u gloube das ou. Aber da git’s ds mingscht ei Sach, wo eigentlech immer gliich blibe isch.
Es isch gspässig, feschtdstelle, dass me das wome hüt gloubt u dänkt zum Teil scho vor 20 Jahr oder meh e so het gseh. E paar wichtegi Grundlage, wo sich nid viu oder gar nüt veränderet het.
Ufgfalle isch mir das, woni d Gschicht vom ‘Rägeboge’ no einisch düregläse ha zäme mit dr Erzählig vom ‘Verlorene Suhn’ und ‘Fasch e Wiehnachtsgschicht’, wie ou die beide Gschichte vom Brendan und em Patrick.
Es geit im wittischte Sinn immer um d Unerklärbarkeit u d Unfassbarkeit vo Gottes Liebi. Das isch per se nid würklech öppis Revolutionärs. Ds Revolutionäre, so dünkts mi mängisch, het de ou mit dr Freiheit ds tüe, wo mit dere Liebi zäme geit. Die Freiheit chönne usdshaute, isch nid immer ganz eifach, wiu gränzelosi Freiheit immer ou bodelos isch, i beschribes mitemene Gfüehl zwüsche Flüge umene freie Fall.
Chöi mir Mönsche das überhupts ertrage oder ushaute? Oder isch es üs wöhler mit moralilsche Handhäbine, wonis einersits hälfe, autäglechs ds bewältige, is aber anderersits ou Iischränke u nid sälte für Lieblosigkeite und Verurteilige aller Art missbrucht wärde?
Eine vo de Iidrücklechschte Texte us dr Bibu i dere Hinsicht isch vo mir us gseh d Gschicht vom ‘Verlorene Suhn’ (Lk 15,11-32). I ha mi vor öppe 20 Jahr im Rahme vor Bibuerzähler-Usbiudig intensiv mit dere Gschicht usenandergsetzt und mini eigeti Version dervo gschribe. Die uf e erscht Blick villich harmlosi Erzählig vo däm Vatter, wo sim Suhn grosszügig vergit, het i mine Ouge e extrem provozierendi, e herusforderndi Site, wo mir sehr wichtig isch u mi immer wieder herusforderet, wiu se aus grundlegend aaluege, für das, woni under chrischtlechem Gloube verstah.
I ha probiert, das am Schluss vo mire Version vo dr Gschicht vom verlorene Suhn zämedsfasse. U das tönt de e so: (Übrigens: Nael isch dr Name, woni em ‘Verorene Suhn’ ha ggäh. Eigentlech isch dä Usschnitt us dr Erzählig öppis wie dr Epilog.)
Es het lang duuret, bis dr Nael chli het chönne begriiffe, was da genau passiert isch. Au das Gäld, wo dr Nael verjublet het, het für sie Vatter nie e Rolle gspiut. Dr mängisch liederlech Läbenswandu, wo dr Nael gfüehrt het, het für si Vatter nie e Bedüttig gha. Är het nie gfragt: ‚Was hesch gmacht? Wieso hesch du das Gäld nümme?‘ Ds Einzige, ds aueri Einzige, wo für si Vatter zeut het, ja, ds einzige wo überhoupts irgendwie e Rolle gspiiut het, isch gsi, dass är, dr Nael, wider daheime isch. Aues andere isch… läär … nüt … wäg
Im nächschte Spätsummer und jedes Jahr wider het me dr Nael mängisch mit dr Sichle i dr Hand underem aute Oliveboum gseh stah, wiener über ds Fäld vo goudigem Weize gluegt het, wo im Wind sich langsam hin und här bewegt., Wie si Blick i d Ferni schweift zu de saftig grüene Hügle i dr Ferni, zur Sunne, wo warm und fründlech vom blaue Himmu abe gschune het, u wie dr Nael de Vögu nachegluegt het, wo am blaue Himmu gfloge si.
Dert under däm alte Oliveboum het dr Nael sini Gedanke la schweife, het sich erinneret a denn, woner het wölle gah, het sich erinneret a ds Läbe i dr Frömdi, het sich erinneret a sis Heicho und het a si Vatter dänkt. Ja, wenn d Liebi witer isch aus dr Himmu, wär wott de afa Massstäb aasetze ? Wenn d Liebi töifer isch aus dr Ozean, was bruucht me de no fürne Grund? U wenn d Liebi grösser isch aus ds Universum, wär geit de nid drinne uf? … Gränzelos...

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